Die Linksjugend Solid in Baden-Württemberg zeigt sich solidarisch und hat folgende Solierklärung auf ihrer Jahreshauptversammlung verabschiedet:

Wir die Linksjugend Solid in Baden-Württemberg unterstützen die Arbeit
des AKs Kesselklage und sehen uns selbst in einer antifaschistischen
Tradition. Die jüngsten Angriffe auf couragierte NazigegnerInnen sehen
wir mit besonderer Sorge. Wenn die Versammlungsfreiheit der Nazis von
den Behörden als wichtiger eingestuft wird als die Versammlungsfreiheit
von AntifaschistInnen und GewerkschafterInnen, dann steuern wir auf
gefährliche Zeiten zu, denen wir uns entschieden entgegenstellen.
Wir sind nicht bereit, weiter hinzunehmen, dass Regungen von Protest und
praktisches Streben nach einer solidarischen Gesellschaft mit brutaler
Gewalt und Willkür von Seiten staatlicher Behörden beantwortet werden.
Gemeinsam verurteilen wir das Vorgehen der Behörden wie zum Beispiel
am 30. Juli in Stuttgart und am 6. Oktober in Göppingen und setzen uns
für eine intensive öffentliche Kritik und Nachbereitung der skandalösen
Polizeieinsätze ein. Die Kriminalisierung des Protestes ist weder
zwangsläufig, noch legitim. Solidarisch und kollektiv werden wir uns auch
bei den juristischen Konsequenzen für das Recht auf antifaschistischen
Protest einsetzen.
Wir unterstützen die geplanten Klagen gegen die stundenlange
Kesselung der NazigegnerInnen und werden mit
Öffentlichkeitsarbeit weiteren politischen Druck gegen die
verantwortlichen Behörden aufbauen. Das Recht auf
demokratische Versammlungsfreiheit und Meinungsäußerung
muss erhalten und ausgebaut werden! Dafür werden wir uns auch
in Zukunft stark machen. Weder ausufernde Polizeigewalt und
-willkür, noch juristische Schikanen können uns einschüchtern.
Für Versammlungsfreiheit und lebendigen Widerstand!

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